Dateien lassen sich nicht löschen – Das hilft

Es gibt Dateien und Ordner, die sich unter Windows nicht löschen lassen. Wir zeigen Ihnen in dieser kurzen Anleitung, wie Sie die Daten trotzdem entfernen. 

Sollte der Windows Explorer beim Löschen einer Datei scheitern, lohnt es sich, den Kommandozeilen-Befehl „del“ auszuprobieren. Einige Dateien und Ordner lassen sich nämlich aus meist unklaren Gründen mit dem Windows Explorer partout nicht löschen. Die Fehlermeldungen dazu fallen mal mehr, mal weniger erhellend aus. Ein Grund, weshalb das Löschen fehlschlägt, könnten zum Beispiel zu lange Dateipfade sein. Microsoft selbst gibt auf einer Support-Webseite sogar insgesamt sechs Ursachen an, weshalb das Löschen von Dateien manchmal nicht klappt.

Eine probate Lösung, die Microsoft empfiehlt, funktioniert wie folgt: Sie befinden sich im Windows Explorer und das Löschen einer Datei wird dort verweigert. Halten Sie die Umschalt-Taste gedrückt und klicken Sie mit der rechten Maustaste in einen freien Fensterbereich im rechten Teil des Dateimanagers. Wählen Sie im Kontextmenü „Eingabeaufforderung hier öffnen“ oder – wenn Sie eine aktuelle Windows-10-Version nutzen – „PowerShell-Fenster hier öffnen“. In der Kommandozeile geben Sie nun den Löschbefehl gefolgt vom kompletten Dateinamen der zu entfernenden Datei ein, etwa del Dateiname.txt.

In einem Großteil der Fälle werden Sie damit schon Erfolg haben – die Datei wird in den Papierkorb verschoben. Den Pfad müssen Sie nicht angeben, da sich die Datei schließlich im aktuellen Ordner befindet. Sollte diese Methode nicht klappen, verwenden Sie die Syntax \\?\ ergänzt um den kompletten Pfad, also etwa so: del \\?\C:\Texte\Dateiname.txt. Beinhaltet der Pfad oder die Datei Leerzeichen, setzen Sie ihn in Anführungsstrichen, also so: del „\\?\C:\Texte\Ein Dateiname lpt1.txt“. Die hier genannte Datei lässt sich übrigens deshalb nicht mit dem Windows Explorer löschen, weil sie in der Bezeichnung den für das System reservierten Namen lpt1 enthält.