Linux: Paketquellen hinzufügen – so geht’s

Linux-Nutzer können – ebenso wie Windows-Nutzer – frei auswählen, aus welchen Quellen Sie Software installieren. Dafür müssen neue Paketquellen hinzugefügt werden.

Windows-Anwender sind es gewohnt, Software aus den unterschiedlichsten Internetquellen herunterzuladen und zu installieren. Dadurch steht Ihnen eine riesige Anzahl an Download-Möglichkeiten zur Verfügung. Diese große Anzahl bezahlen Windows-Nutzer mit einem gewissen Risiko. Ist die Downloaquelle nicht seriös, kann man sich leicht einen Virus auf dem Rechner einfangen.

Linux-Anwender bekommen die gewünschte Software standardmäßig aus den sicheren Paketquellen (Repositorien) der Linux-Distribution. Bei Linux Mint sind das die Repositorien von Ubuntu und Linux Mint. Eine vollständige Übersicht aller Pakete, die in den Ubuntu-Paketarchiven enthalten sind, finden Sie auf der Webseite https://packages.ubuntu.com/.

Welche Paketquellen auf Ihrem System konfiguriert sind, erfahren Sie, wenn Sie im Menü auf „Systemverwaltung –› Anwendungspaketquellen“ klicken. Hier müssen Sie sich mit Ihrem Administrator-Passwort legitimieren und dann links „Offizielle Paketquellen“ wählen.

Die Softwarepakete in diesen Repositorien sind allesamt signiert, sodass die Integrität geprüft werden kann. Die Kontrollen der Linux-Distributoren und der Community garantieren Sicherheit vor Schadsoftware, schützen aber nicht vor Fehlern in der Software. Wollen Sie weitere Repositorien hinzufügen, wählen Sie in der linken Spalte zunächst „Zusätzliche Paketquellen“. Klicken Sie anschließend unten auf den Button „Hinzufügen“. Danach geben Sie „deb“ gefolgt von der URL, der Mint-Version und der gewünschten Kategorie ein, beispielsweise „deb http://deb.playonlinux.com/ bionic main“.

Powertipp: Die Liste der Linux-Mint-Paketquellen lässt sich auch manuell editieren. Dazu geben Sie den Terminalbefehl sudo xed /etc/apt/sources.list.d/official-package-repositories.list ein.