Windows 10: Privates Netzwerk einrichten – so geht’s

Der Vorteil eines privaten Netzwerks (im Vergleich zu einem öffentlichen Netzwerk) ist der reibungslose Datenaustausch. So richten Sie ein privates Netzwerk unter Windows 10 ein.

Wählen Sie in den Einstellungen die verwendete Netzwerkverbindung aus.

Wenn sich in Ihrem Haushalt mehrere Rechner befinden, empfiehlt es sich, mit Windows 1o ein privates Netzwerks einzurichten. In diesem Heimnetz können alle Nutzer problemlos auf freigegebene Daten zugreifen, Daten miteinander tauschen und einen gemeinsamen Drucker verwenden. Das hilft nicht nur bei der Büroarbeit, sondern erleichtert auch den Zugriff auf die Film-, Musik- und Fotosammlung.

Verbinden Sie Ihren Rechner als erstes per Netzwerkkabel mit einem freien LAN-Port am Router oder mit dem WLAN. Starten Sie für einen Verbindungstest Ihren Browser, beispielsweise den in Windows 10 bereits mitgelieferten Browser Microsoft Edge. Öffnen Sie eine beliebige Webseite. Wenn diese Seite erscheint, können Sie mit der Einrichtung des Netzwerks beginnen. Netzwerkeinrichtung. Erscheint die aufgerufene Seite nicht, trennen Sie den PC vom Netzwerk und verbinden ihn erneut.

Mit der Tastenkombination Win-I öffnen Sie jetzt die Windows-Einstellungen. Klicken Sie in den Einstellungen auf „Netzwerk und Internet“. Scrollen Sie nun auf der rechten Seite so lange nach unten, bis Sie zum Abschnitt „Netzwerkeinstellungen ändern“ kommen und klicken Sie auf „Adapteroptionen ändern“. Es öffnet sich ein neues Fenster, in dem Sie alle verfügbaren Netzwerkverbindungen sehen. Klicken Sie doppelt auf die gerade von Ihnen genutzte Netzwerkverbindung. Diese Verbindung erkennen Sie daran, dass Windows 10 kein rotes Kreuz neben der Verbindung anzeigt.

Im nun angezeigten Statusfenster klicken Sie auf die Schaltfläche „Eigenschaften“. Bestätigen Sie die Sicherheitsabfrage von Windows und geben Sie, falls erforderlich, Ihr Administrator-Passwort ein. Stellen Sie sicher, dass auf der Registerkarte „Netzwerk“ vor der Zeile „Datei- und Druckerfreigabe für Microsoft-Netzwerke“ ein Häkchen steht. Schließen Sie die Fenster mit „OK“ und „Schließen“. Zurück im Fenster mit den Windows-Einstellungen klicken Sie ganz oben in der linken Spalte auf „Startseite“ und dann auf „Netzwerk und Internet“. Gehen Sie auf der rechten Seite auf „Verbindungseigenschaften ändern“.

Windows 10 kennt drei Profilvarianten für Netzwerke: private Netzwerke, öffentliche Netzwerke und Domänennetzwerke, die vornehmlich in größeren Unternehmen zu finden sind. Für Ihr Heimnetzwerk ist das Profil „Privat“ der richtige Netzwerktyp. Damit vertrauen sich die über das Netzwerk verbundenen Windows-Rechner gegenseitig, so dass Sie problemlos Dateien austauschen und auf freigegebene Daten zugreifen können.

Ganz anders verhält es sich, wenn Sie als Netzwerkprofil „Öffentlich“ wählen: Diese Auswahl deaktiviert unter anderem die Dateifreigabefunktionen in Windows und schottet Ihren PC beim Surfen in einem öffentlichen WLAN bestmöglich ab. Stellen Sie sicher, dass die Option „Privat“ bei Ihnen gewählt ist, und schließen Sie die Einstellungen.

Geben Sie ins Suchfeld auf der Taskleiste von Windows arbeitsgruppe ein. Klicken Sie anschließend den Treffer „Arbeitsgruppennamen ändern“ an und danach auf die Schaltfläche „Ändern“.

Geben Sie bei „Computername“ einen Erkennungsnamen für Ihren PC ein. Unter der gewählten Bezeichnung ist der Computer anschließend für andere PCs im Netzwerk sichtbar. Wählen Sie daher am besten einen Namen aus, der eindeutig auf Ihren Rechner verweist. Wichtig: Der Name darf nur einmal im Netzwerk vorkommen.

Aktivieren Sie im Abschnitt „Mitglied von“ die Option „Arbeitsgruppe“. In das Feld darunter geben Sie den gewünschten Namen für Ihre Arbeitsgruppe ein. Am einfachsten belassen Sie die Voreinstellung „WORKGROUP“, die Windows standardmäßig nutzt. Wenn Sie den Eintrag ändern, müssen Sie den gewählten Arbeitsgruppenname bei jedem PC im Netzwerk angeben, anderenfalls sehen sich die Rechnern nicht gegenseitig. Bestätigen Sie mit „OK“ und starten Sie den PC nach Aufforderung neu.

Öffnen Sie mit der Tastenkombination Win-I die Windows-Einstellungen. Gehen Sie dort auf „Netzwerk und Internet“. Suchen Sie rechts im Fenster nach „Netzwerk- und Freigabecenter“ und klicken Sie auf diesen Punkt. Wählen Sie danach in der linken Spalte „Erweiterte Freigabeeinstellungen ändern“ aus.

Aktivieren Sie  im Abschnitt „Netzwerkerkennung“, den Sie auf der rechten Seite finden, die Option „Netzwerkerkennung einschalten“. Setzen Sie in der Zeile darunter ein Häkchen vor „Automatisches Setup von Geräten aktivieren, die mit dem Netzwerk verbunden sind“. Aktivieren Sie weiter unten die Option „Datei- und Druckerfreigabe aktivieren“.

Windows zeigt die Vorteile von öffentlichen und privaten Netzwerk übersichtlich an.

Klicken Sie weiter unten zum Ausklappen zusätzlicher Einstellungen auf „Alle Netzwerke“. Stellen Sie sicher, dass bei „Dateifreigabeverbindung“ die Option „128-Bit-Verschlüsselung…“ gewählt ist. Klicken Sie zum Abschluss auf „Änderungen speichern“. Sie haben nun Ihr privates Netzwerk unter Windows 10 erfolgreiche eingerichtet.

Gut zu wissen: Heimnetzgruppe unter Windows 10

Mit Erscheinen von Windows 10 Version 1803 hat Microsoft die Funktion „Heimnetzgruppe“ für den vereinfachten Netzwerkzugriff entfernt. Innerhalb einer Heimnetzgruppe dürfen die Teilnehmer ohne explizite Freigabe einzelner Inhalte auf Ordner und die darin enthaltenen Daten zugreifen. Das Verfahren beschleunigt den Netzwerkzugriff und das Teilen von Daten, beispielsweise der Mediensammlung. In der aktuellen Windows-10-Version fehlt die Heimnetzgruppe. Sie können daher weder eine Heimnetzgruppe erstellen noch einer bestehenden Heimnetzgruppe beitreten. Haben Sie noch eine Heimnetzgruppe im Einsatz, folgen Sie den Schritten in diesem Workshop, um zu einem privaten Windows-10-Netzwerk zu wechseln.

Gut zu wissen: Microsoft-Konto und privates Netzwerk

Standardmäßig legen Sie bei der Installation von Windows 10 ein Microsoft-Konto (Online-Konto) an. Mit diesem Konto verknüpft Windows 10 alle von Ihnen im Netzwerk freigegebene Ordner. Das bedeutet: Wenn Sie von einem anderen Rechner im Netzwerk auf den Freigabeordner zugreifen wollen, müssen Sie sich ebenfalls mit Ihrem Microsoft-Konto anmelden. Nutzen Sie auf dem Zweit-PC stattdessen ein lokales Benutzerkonto, zeigt Windows 10 beim Zugriff auf die Freigabe eine Anmeldemaske an. In diese geben Sie den Benutzernamen und das zugehörige Passwort Ihres Microsoft-Kontos ein.  Auf diese Weise kommen Sie trotz unterschiedlicher Kontotypen problemlos auf die Netzwerkfreigabe, auch wenn der Zwischenschritt lästig ist. Zur Umgehung der zusätzlichen Anmeldemaske beim Netzwerkzugriff melden Sie sich auf allen Windows-10-PCs mit einem Microsoft-Konto an.