Windows auf dem Mac nutzen – so einfach geht’s

Sie wollen Windows auf einem Mac nutzen? Die einfachste Möglichkeit: Ein virtueller PC. Wir erklären, wie Windows in einem Fenster auf dem Schreibtisch Ihres Mac läuft. 

Die Einrichtung eines neuen virtuellen PCs ist mit wenigen Mausklicks erledigt.

Mit einem Mac lassen sich nahezu alle Aufgaben erledigen, die man auch an einem Windows-Rechner erledigen kann. Sie können einen Mac sogar als einen vollwertigen Server nutzen. Wer am Mac neben Mac OS auch mit Windows oder anderen Betriebssystemen arbeiten möchte, benötigt dafür eine Virtualisierungs-Software. Empfehlenswert ist das kostenlose Virtualbox (Download unter: www.virtualbox.org). Mit Virtualbox nutzen Sie dann problemlos Programme, die nur unter Windows verfügbar sind. Ein bekanntes Beispiel ist Elster-Formular für die Steuererklärung.

Virtualbox auf dem Mac installieren

Laden Sie im ersten Schritt die aktuelle Version von Virtualbox aus dem Internet auf Ihren Mac. Klicken Sie dann doppelt auf die heruntergeladene DMG-Datei, um das Archiv zu öffnen. Im Fenster „Virtualbox“ klicken Sie doppelt auf das Icon links, um die Installation zu starten. Bestätigen Sie den Hinweis mit einem Klick auf „Fortfahren“. Übernehmen Sie die Vorgaben, drücken Sie „Installieren“, geben Sie im folgenden Fenster Ihr Passwort ein und klicken auf „Software installieren“. Folgen Sie den Anweisungen, und erlauben Sie das Laden der Erweiterungen im Dialog „Sicherheit“. Das Setup ist abgeschlossen.

Virtuellen PC auf dem Mac anlegen

Im Hauptfenster von Virtualbox erstellen Sie nun Ihren ersten virtuellen Rechner. Legen Sie dabei fest, wie viel Arbeitsspeicher dieser haben und wie groß die virtuelle Festplatte sein soll. Klicken Sie zunächst auf „Neu“. Es öffnet sich ein Assistent, der Sie durch die Einrichtung führt.

Gehen Sie auf „Weiter“, und geben Sie im nächsten Fenster einen Namen für Ihren neuen virtuellen Rechner ein. Wählen Sie in den beiden Ausklappfeldern darunter das gewünschte Betriebssystem aus. Nach einem Klick auf „Weiter“ geben Sie an, über wie viel Arbeitsspeicher der virtuelle PC verfügen soll. Für Windows XP, Vista und manche Linux-Distributionen genügt 1 GB RAM, für Windows 7, 8 und 10 sind mindestens 2 GB empfehlenswert. Die virtuelle Maschine benötigt noch eine Festplatte. Die Option „Festplatte erzeugen“ ist bereits voreingestellt.

Klicken Sie auf „Erzeugen“, und übernehmen Sie dann den Festplattentyp „VDI (VirtualBox Disk Image)“ sowie im Folgedialog „dynamisch alloziert“. Bestätigen Sie mit „Weiter“. Im nächsten Schritt übernehmen Sie den vorgeschlagenen Namen für die virtuelle Festplatte. Die Größe ist für Windows 10 auf 50 GB voreingestellt. Schieben Sie den Regler nach links oder rechts, um die Größe der Festplatte bei Bedarf zu reduzieren oder zu erweitern. Klicken Sie nun auf „Erzeugen“. Der Assistent wird geschlossen, und der neue virtuelle Rechner ist angelegt.

Windows 10 installieren

Sie brauchen eine Windows-10-Version und eine gültige Windows-Lizenz. Die Programmdateien müssen entweder als DVD oder als ISO-Datei vorliegen. Diese benötigten Dateien erstellen Sie unter Windows mit dem Media Creation Tool (Download unter: https://goo.gl/7n3jtc) oder laden Sie aus dem Internet herunter.

Starten Sie auf dem Mac die zuvor angelegte virtuelle Maschine in Virtualbox. Wählen Sie nun entweder das DVD-Laufwerk oder die ISO-Datei von Windows als Quelle aus. Installieren Sie danach Windows wie gewohnt. Nach dem ersten Start von Windows 10 sollten Sie die Gasterweiterungen über „Devices –› Insert Guest Additions CD Image“ installieren (siehe Powertipp). Nach einem Neustart von Windows 10 richten Sie Ihre Programme ein.

Powertipp: Die Gasterweiterungen (Englisch: Guest Additions) von Virtualbox verbessern das Zusammenspiel zwischen Host- und Gastsystem. Mit dem enthaltenen Grafikkartentreiber ist es möglich, das Fenster des virtuellen PCs mit der Maus zu verlassen, ohne die voreingestellte Host-Taste benutzen zu müssen. Zudem gibt es den „nahtlosen Fenstermodus“ und gemeinsame Ordner für den Datenaustausch zwischen Mac und Gastsystem.